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Ausstellung '125 Jahre St. Gallen - Gais'

Die Bahn in der Landschaft


Bühler bis Gais
 


Bühler und Strahlholz

Weil eine Strasse schon besteht und die Steigungen auch mit schwer beladenen Pferdefuhrwerken überwunden werden können, stellen sich dem Bahnbau nach den „Hasenränken“ keine allzu grossen Schwierigkeiten mehr in den Weg. In Bühler verläuft die Strasse bereits so durch das Dorf, dass mit einigen Vorgarten-Korrekturen auszukommen ist. Grabarbeiten verursacht allerdings das Strahlholz. Glücklicherweise sind aber hier die geologischen Verhältnisse besser als im Wattwald.

 

Der Bahnhof Bühler in seiner ursprünglichen Form. Die Geleise liegen sozusagen übergangslos in der Naturstrasse. Fast gleich sah auch der erste Bahnhof in Gais aus.
Bild: Sammlung Holderegger, undatiert, aus den ersten Jahren der Bahn

Das besondere Bild: der Dampfzug in Bühler, daneben „s lang Gebüü“ eine Arbeiterunterkunft für 90 Personen .
Bild: Sammlung Holderegger, undatiert, nach 1903

Der Bahnhof nach dem Aufbau auf dem Ostflügel.
Bild: Sammlung Holderegger, 1928


Das Strahlholz (oder Mundart „Strohlholz“) bildet seit jeher „e strohligs Tobel“, das früher in der Höhe und mit vielen Auf und Ab umgangen wurde. Die Fuhrleute sollen von Bühler nach Gais — also aufwärts — fünfmal den Radschuh haben unterlegen müssen. Der heutige Strassenverlauf entstand 1808, also schon vor dem Strassen-Ausbau der 1850-er Jahre. Danach erlebte das Strahlholz erstmals für den Bahnbau, dann später noch zwei Mal in den Fels hinein eine Verbreiterung.
 

Der alte Karrenweg (links) und die 1808 gebaute Strasse im Strahlholz.
Bild: Aquatinta um 1839
mit freundlicher Genehmigung H. Eggenberger, Heiden

Die für unsere Begriffe abenteuerlichen Grabarbeiten für den Bahnbau im Strahlholz.
Bild: Sammlung Holderegger, 1888

Letzte Postkutsche 

... und erster Zug

Beide Bilder: Sammlung Holderegger, 1889

 


Gais, vorläufige Endstation

 

Der Bahnbau auf dem Gebiet der Gemeinde Gais gestaltete sich vergleichsweise unspektakulär. Etwas eng wurde es lediglich bei der „Lochmühle“ wo die Kurven abgetragen werden mussten.

Etwas Besonderes ist der Bahnhof Gais. Er war Endstation und besass eine Drehscheibe, ungefähr dort, wo noch heute das hinterste Gütergleis endet.

Betreffend den Wasserbezug für die Lokomotiven wurde mit der Gemeinde Gais ein Vertrag abgeschlossen. Das zur Lokomotivspeisung nötige Wasser durfte bis zur Erstellung einer Wasserversorgung und so lange genügend Reserve für Feuerlöschzwecke vorhanden sein würde, aus der Hydrantenleitung gratis bezogen werden.

 

Die Appenzeller Strassenbahn dampft in Zweibrücken Richtung Gais.
Bild: Sammlung Holderegger, undatiert

Der Bahnhof Gais während des Baues des neuen Bahnhofgebäudes 1912. Westflügel und Zentralbau des neuen Gebäudes wurden von Westen her an den bestehenden Komplex angebaut. Erst für die Errichtung des Ostflügels musste das alte Gebäude weichen.
Bild: Sammlung Holderegger, 1912

Der Bahnhof Gais. Am rechten Bildrand das Fahrzeugdepot. Zuhinterst am Ende der Geleise muss man sich die Drehscheibe vorstellen.
Bild: Sammlung Holderegger, 1890