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Der 'Laseyer' zerstört den Ausstellungswagen

Appenzell24.com 4. Jahuar 2015

Wasserauen In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2015 hat eine sehr starke Windböe um ca. 23.30h einen im Bahnhof Wasserauen abgestellten historischen Wagen aus den Schienen gehoben. Der leere Bahnwagen, Baujahr 1886, wurde für Ausstellungen als Museumswagen verwendet. Es blieb beim Sachschaden. - pd

In diesem nicht mehr in Betrieb stehenden Fahrzeug präsentierten die historischen Vereine Ausstellungen. Der Wagen wurde nicht mehr im Bahnbetrieb eingesetzt. Der sogenannte «Laseyerwind» hat den Wagen vom Bahndamm auf den darunterliegenden Parkplatz geweht. Personen und Fahrzeuge waren keine betroffen. Am Wagen entstand Totalschaden.

Das Phänomen des «Laseyer» mit seinen starken Böen ist den Appenzeller Bahnen bekannt. Bei Aufkommen dieses Westwindes stellen die Appenzeller Bahnen seit 2007 zwischen Weissbad und Wasserauen aus Sicherheitsgründen auf einen Busbetrieb um. Der Bus bietet auf der tieferliegenden Strasse und aufgrund des geringeren Volumens dem Wind weniger Angriffsfläche als ein Bahnwagen. Gestern, am 3. Januar 2015, wurde um 15 Uhr ein Busbetrieb eingerichtet. Bereits 2007 wurde ein Wagen der Appenzeller Bahnen durch den «Laseyer» aus den Schienen gehoben.

Der Museumsverein in der Appenzeller Zeitung

Beilage «Applaus» zur Appenzeller Zeitung vom 20. November 2014

Yvo Buschauer - Museumsverein Appenzeller Bahnen

Die Zeit arbeitet für den Museumsverein

Pläne, Plakate, Kondukteurhüte, Signallampen und vieles mehr zum Thema Bahn lagert in Yvo Buschauers Keller.

Das Sammeln von Dingen liegt Yvo Buschauer im Blut. Als gelernter Elektrozeichner hatte er nicht viel mit Bahnen zu tun. Seit seiner Pensionierung setzt er sich aber mit Gleichgesinnten für die Realisierung eines Appenzeller Bahnmuseums ein und sammelt alles, was mit Bahn zu tun hat.

APPENZELL - Der in Appenzell lebende Yvo Buschauer ist überzeugt, dass in manchem Keller oder Estrich von pensionierten Bähn- lern noch Material der Appenzeller Bahnen vor sich hin schlummert. Vor vier Jahren gründete er mit Freunden der Bahn den Museumsverein Appenzeller Bahnen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, mit anderen Bahnvereinen wie etwa dem Verein AG2 in Zusammenarbeit mit den Appenzeller Bahnen ein Museum zu gründen. Die interessante Bahngeschichte im Appen- zellerland soll so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. «Um gesammeltes Bahngut zu schützen und das Museum abzusichern, möchten wir eine Stiftung gründen», sagt Yvo Buschauer, Präsident des Museumsvereins. Er hat sich intensiv mit der Geschichte der Appenzeller Bahnen auseinandergesetzt. Vor allem das ehrgeizige Projekt «Säntisbahn» fasziniert den 70-Jährigen. Er hat vieles über die Säntisbahn gelesen, recherchiert und etliche Exponate gesammelt. Vor zwei Jahren, anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Strecke Appenzell-Wasserauen, hat Buschauer das Buch «Die Bahn zum Säntis» herausgegeben. Er beschreibt darin ausführlich die erste Etappe der geplanten Bahn von Appenzell über Meglisalp auf den Säntis. «Realisiert wurde nur die Strecke Appenzell bis Wasserauen, danach fehlte es den Appenzeller Bahnen an nötigen finanziellen Mitteln. Der Erste Weltkrieg sowie das Bestreben, von Urnäsch aus den Säntis zu erschliessen, waren weitere Gründe dafür, das Projekt Säntisbahn nicht mehr zu verfolgen», sagt Yvo Buschauer.

Briefmarken und Buchautor

Zeitlebens wohnt Yvo Buschauer in Appenzell, gegenüber der heutigen Kunsthalle Ziegelhütte. Er erlernte den Beruf des Elektrozeichners, heute Elektroplaner. Zu seinen Hauptaufgaben gehörte das Zeichnen von Elektroplänen und Offerten. Nach diversen Weiterbildungen war er während 30 Jahren Lehrlingsausbildner bei der Firma Elektro - Sanitär AG in St. Gallen. In dieser Zeit hat Yvo Buschauer rund 1000 Lehrlinge der Elektro- und Sanitärbranche betreut. Er gehörte verschiedenen Kommissionen und Vereinen in Appenzell an und am- tete mehrere Jahre für den Grossen Rat Innerrhodens. «Dass ich beruflich und privat in vielen Kommissionen und Ämtern tätig war, dürfte der Grund sein, dass ich heute noch ledig bin», sagt Yvo Buschauer mit einem Schmunzeln. Das Wandern, besonders im Alpstein, mag er gerne, und auch als Wanderleiter ist er gefragt. Seine private Leidenschaft gilt dem Sammeln von Briefmarken. «Ich habe ganze Schränke voll mit Briefmarken. Tausende Marken müssen das sein, und oft sind es ganze Motivsammlungen über ein Thema», sagt Yvo Buschauer. Ein «Basler-Dybli» befindet sich nicht in der grossen Sammlung, aber ganze Briefmarkengeschichten sind da mit dabei. So etwa die Schweizer-, die Weihnachts- oder eben auch dieBahngeschichte. «Heutzutage sind nebst den Briefmarken vor allem alte Stempel unter den Philatelisten gefragt und begehrt. Diese haben manchmal mehr Wert als die Briefmarken», sagt der begeisterte Sammler. Er hat auch zwei internationale Briefmarkenausstellungen und 13 Hobbyausstellungen in Appenzell organisiert und bisher zwölf historische Schriften herausgegeben

 

Der Museumsverein präsentiert sich derzeit an Wanderausstellungen. Diverse Exponate sollen einmal im Museum ausgestellt werden. Bild: sso

Vom Verein bis zur Stiftung

In Buschauers Keller lagern schon diverse Sammelstücke für das Appenzeller Bahnmuseum. Da gibt es Baupläne der nie fertiggestellten Säntisbahn, Weichenstelllampen, Bahnaktien, Kondukteurhüte, Plakate und vieles mehr. Manchmal bekommt er Anrufe oder Hinweise, wo noch Appenzeller Bahngegenstände vergangener Tage aufbewahrt werden oder abzuholen sind. Der Museumsverein wurde auch schon mit Legaten bedacht. «Wir brauchen viel Geduld, aber die Zeit arbeitet für uns», sagt ein zuversichtlicher Präsident. Der Verein sammelt alles, was mit Bahn zu tun hat. Dabei muss es nicht zwingend Appenzeller Bahnmaterial sein, denn manchmal können solche Exponate mit anderen Bahnvereinen getauscht werden. Wo das Bahnmuseum dereinst stehen soll, ist noch offen. Verschiedene Angebote wurden schon geprüft, aber aus Kosten- oder Standortgründen verworfen. «Denkbar wäre ein Bahnhof, der nicht mehr gebraucht wird. Als Ergänzung zum Depot in Wasserauen, wo der Verein AG2 altgediente Loks und Gesellschaftswagen der Appenzeller Bahnen restauriert, wäre ideal für uns und den Verein AG2», so der Präsident des Museumsvereins. Der Verein hat sich kein zeitliches Ziel gesetzt, um das Museumsprojekt zu verwirklichen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung wurde aber kürzlich realisiert, denn der Museumsverein Appenzeller Bahnen und der Dampflo- kiclub haben einen Dachverband gegründet. Für die Gründung einer eigenen Stiftung fehlt momentan noch das erforderliche Kapital.

Die Bahn zum Ziel

Yvo Buschauer ist mehr mit der Bahn als mit dem Auto unterwegs. So war es schon früher, als er noch berufstätig war. Viele Reisen, auch im Ausland, hat er mit der Bahn unternommen. Er kennt sich bestens mit den verschiedensten Bahnbestimmungen, Billettsystemen und Fahrplänen aus und hat so schon manchen Franken gespart. «Viele Leute wissen beispielsweise nicht, dass die Strecke Appenzell bis Lindau um einiges teurer ist als von Appenzell bis Sammelplatz und vom Sammelplatz bis nach Lindau. Obwohl Meistersrüte zu Appenzell gehört, liegt es bahntechnisch gesehen in der nächsten Zone», sagt Yvo Buschauer mit einem Augenzwinkern.

 

Museumsräume

Wir suchen immer noch nach Räumlichkeiten, um das Museumsgut der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir suchen geeignete Möglichkeiten!

Eine erste Möglichkeit wäre, in einem leerstehenden Bahnhofgebäude oder Laden einen Raum zu mieten. Später wäre die Unterbringung in Bahnwagen denkbar. Nachher könnte man z.B. nach einem Container Ausschau halten oder vielleicht sogar nach einer ehemaligen Militärbaracke. Ein Neubau beim Depot Wasserauen wäre dann die definitive Endlösung.

Wir sind allen dankbar für einen Tipp


 

 

 

Der Verein in der Appenzeller Zeitung

'Wir Müssen beweisen, dass wir gut sind'
(Applaus, Beilage zur Appenzeller Zeitung, Donnerstag, 31. März 2011, S. 12/13)

Seit gut sieben Monaten existiert der Museumsverein Appenzeller Bahnen (MAB). Seine Mitglieder sammeln Gegenstände über die Appenzeller Bahnen, um sie in einem Museum öffentlich zugänglich zu machen und deren Erhalt zu sichern.

APPENZELL - Voll Begeisterung machen sich der 67jährige Yvo Buschauer und sein neun Jahre jüngerer Kollege Ruedi Keller über die beiden Alben mit Fotos, Streckenplänen, Obligationen und anderen Dokumenten im Zusammenhang mit den heutigen Appenzeller Bahnen her. Einmal ausgepackt, können sie ihre Finger kaum mehr davon lassen, und immer wieder zeigt der eine dem anderen einen neuen faszinierenden Fund. Vor gut sieben Monaten, am 12. August 2010, gründeten fünf leidenschaftliche Bahnfreunde im Restaurant Freudenberg in Appenzell, ihrem heutigen Stammlokal, den «Museumsverein Appenzeller Bahnen». Ihr Ziel: Museale Gegenstände über die Appenzeller Bahnen (AB) zusammenzutragen und schliesslich ein eigens errichtetes Museum damit zu füllen. So wollen sie die historischen Zeitzeugnisse schützen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Stiftung zum Schutz
Bis jetzt existiert bei der Bahndirektion der AB weder ein umfangreiches Archiv, noch ein kleines Museum mit historischen Gegenständen. Freunde der Bahn befürchten deshalb, dass viele Zeitzeugnisse der 150jährigen Geschichte der Appenzeller Bahnen verloren gehen könnten, wenn man sich nicht aktiv um deren Erhalt bemüht. Es gibt bereits jetzt Vereine, die sich für die Belange der Bahn einsetzen: Der «AG2 - Verein historischer Appenzeller Bahnen», der alte Bahnwagen restauriert und im Depot in Wasserauen ausstellt, den «Dampflokiclub» oder den «Modelleisenbahnclub». Fernziel des «Museumsvereins» wäre es, diese vier Körperschaften in eine Stiftung zu überführen. «Grundsätzlich verfolgen wir alle das gleiche Ziel», erklärt Yvo Buschauer, Präsident des MAB: «Wir wollen verhindern, dass Gegenstände in Beziehung zu den AB verloren gehen oder zerstört werden. Mit der Gründung einer Stiftung wären die Gegenstände auch dann geschützt, wenn sich ein Verein auflösen würde.» Im Verlaufe dieses Jahres will der Verein die Stiftung gründen - auch ohne alle Wunschmitglieder. Im Stiftungsrat sollen demnach ein Mitglied jedes angeschlossenen Vereins, je ein Mitglied aus dem Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, sowie bekannte Persönlichkeiten vertreten sein.

Von Alt bis Modern
Vorab steht für den jungen Verein aber das Sammeln von historischen Gegenständen im Vordergrund (siehe Kasten). Mit all den erworbenen Stücken will der MAB nachzeichnen, wie die AB zu einem Teil der Landeskultur geworden sind und ihren Beitrag zur Geschichte des Reisens, des Pendeins und des Tourismus aufzeigen. Wer dem Verein Gegenstände zur Verfügung stellt, gibt nicht gleichzeitig seinen Besitzanspruch ab. Sie können als Leihgabe oder als Leihgabe auf Zeit zur Verfügung gestellt, jederzeit zurückgefordert werden. «Unsere Motivation ist es nicht, diese Gegenstände zu besitzen, sondern lediglich sie Interessierten zugänglich zu machen», so Initiant Buschauer. Angenommen werden dabei nicht nur historische, sondern auch moderne Zeitzeugnisse. «Wir sammeln alles», fügt er an. Gelagert werden die Stücke momentan noch bei einigen Mitgliedern zu Hause und sperrigere Objekte im «AG2»-Depot in Wasserauen. Dabei werden alle eingegangenen Objekte systematisch archiviert und jedes mit einer Nummer versehen. So können die einzelnen Teile ihrem Besitzer und nach einer Ausstellung wieder dem für sie bestimmten Ort zugewiesen werden. Zusätzlich sind die Zahlen mit Stichworten verknüpft, so dass bei themenspezifischen Ausstellungen nicht lange gesucht werden muss.

«Das Interesse ist da»
Mittlerweile fasst der Verein 17 Mitglieder, die während vier Versammlungen im Jahr zusammenkommen werden. Eines ist sogar aus der Innerschweiz. Schon mit dem jetzigen «Einzugsgebiet», der Stammlinie (siehe Kasten), gehen enorm viele Gegenstände beim Museumsverein Appenzeller Bahnen ein und auch da nicht nur aus dem Appenzellerland, sondern auch beispielsweise aus dem Rheintal oder aus St. Gallen. «Anhand der Fülle der Gegenstände, die wir bekommen, merkt man, dass ein grosses Interesse nach einem derartigen Projekt vorhanden ist», so Buschauer.
Im Gegensatz zu den Gegenständen ist Räumlichkeiten dafür zu finden ein wenig schwieriger. «Um ein eigenes Museum bauen zu können, brauchen wir Sponsoren, und dazu müssen wir zuerst einmal beweisen, dass wir gut sind», weiss Buschauer, ehemaliger Gemeinde- und Kantonsrat. Auch die Zusammenarbeit mit den Appenzeller Bahnen stockte zu Beginn enorm. «Sie waren sehr skeptisch», so Buschauer. Mit der Medienpräsenz des Vereins sei nun aber auch die Bereitschaft der AB grösser, mit ihnen zusammenzuarbeiten. «Sie haben gemerkt, dass wir etwas Sinnvolles beitragen wollen und uns nicht nur vorübergehend dafür begeistern. Es ist aber auch uns klar, dass so etwas Zeit braucht.»

Museum beim Depot
Eine Vision des Vereins wäre es, künftig in Zusammenarbeit mit dem «AG2», als Ergänzung zum Depot in Wasserauen, ein beständiges, kleines Museum zu realisieren. Denn auch für die restaurierten Wagen des «AG2» fehlt genügend Platz. Bis dahin werden die Mitglieder die gesammelten Gegenstands in Form von themenbezogenen temporären Sonderausstellunger durchführen. So geplant für das «100 Jahre Stoss-Bahn»-Fest (Altstätten-Gais-Bahn), vom Samstag und Sonntag, 28. und 29. Mai, in Gais oder für das «100 Jahre Säntis bahn» -Fest im 2012. Aber auch Ausstellungen in Gaststätten oder alten Häusern könnte sich der Vereir künftigvorstellen. - Leonie Müller

 

«Appenzeller Bahnen»: Museumsverein gegründet
(Appenzeller Zeitung, Donnerstag, 19. Februar 2011, S. 53)

Vor gut 150 Jahren haben die heutigen Appenzeller Bahnen die ersten Fahrversuche unternommen. Mit dem Ziel, Erinnerungen an vergangene Zeiten zu wahren, haben nun Freunde der Bahn einen Verein gegründet.
LOUISE DÖRIG

APPENZELL. Es war am 25. März 1856, als die «St. Gallisch-Appenzellische Eisenbahngesellschaft» die normalspurige Linie Winterthur-St. Gallen in Betrieb nahm. Schon bald, am 12. April 1875, folgte die eigentliche Grundlage der heutigen Appenzeller Bahnen mit der Eröffnung der Schmalspurstrecke von Winkeln nach Herisau. Was daraufhin geschah, war eine konstante Ausbauarbeit. Es kamen weitere Strecken dazu, in letzter Zeit auch Fusionen. Auch der Name erfuhr mehrfach eine Änderung. Heute stehen die «Appenzeller Bahnen» unter einer einzigen Direktion.

Idealisten an der Arbeit

Es gibt viele ehemalige Mitarbeiter der Bahn und weitere Fans, die sich in irgendeiner Weise für die Belange der Bahn einsetzen. Da ist der «AG2 - Verein historische Appenzeller Bahnen», der gegenwärtig einen alten Dieseltriebwagen restauriert. Nebst dieser Gruppe mit 150 Mitgliedern gibt es weitere Vereine, die das Bewusstsein für die Bedeutung der Bahn pflegen, wie der Dampflokiclub und der Modelleisenbahnclub. Nun kommt der neu gegründete «Museumsverein Appenzeller Bahnen» dazu. Fernziel wäre, später einmal alle vier Körperschaften in eine Stiftung zu überführen

Der Aufbau ist im Gange

Der neue «Museumsverein Appenzeller Bahnen», gegründet am 12. August 2010 durch sieben Mitglieder, verfolgt ein ganz eigenes Ziel. Er möchte Gegenstände aus der Vergangenheit sammeln und in einem Museum zeigen. Man muss davon ausgehen, dass vieles endgültig verloren ist, aber anderes dürfte noch irgendwo in einer Ecke ruhen und sollte vor dem Vergessen oder der Zerstörung bewahrt werden. Hier setzt der neue Verein ein. Im Moment hat er vier Ziele festgelegt. Als erstes sucht er Mitglieder, die ihre Sympathie einbringen. Dann werden Gönner gesucht, die sich finanziell beteiligen können, denn auch bei viel Idealismus darf die finanzielle Grundlage nicht fehlen.

Ganz besonders wichtig ist der Aufruf zur Bereitstellung von Gegenständen. Wo liegen noch alte Bilder, Fahrpläne, Broschüren, Plakate, Billette, Uniformen oder Kurioses (keine Wagen), die im Museum der Öffentlichkeit gezeigt werden könnten? Auch die Lokalitäten sind ein Thema. Sinnigerweise könnte das Museum in Wasserauen eingerichtet werden, in zwei bis drei Güterwagen, in dei Nachbarschaft zum Depot mit den restaurierten Wagen, wobei die Gleise vorhanden wären. Da hat sich bei den Appenzeller Bahnen bereits Musikgehör angezeigt.

Volksfest in Gais

Für den 28. und 29. Mai ist in Gais ein Volksfest vorgesehen mit der Feier «100 Jahre Stoss-Bahn» (Altstätten-Gais-Bahn). Es wäre schön, wenn der Museumsverein bis dahin schon einige Erfolgserlebnisse aufweisen könnte.

Der «Museumsverein Appenzeller Bahnen» freut sich auf ein grosses Echo. Kontakte können vorläufig alle über den Präsidenten gehen: Yvo Buschauer, Ziegeleistrasse 11,9050 Appenzell, Telefon 071 787 14 82 / 078 623 08 55, E-Mail: yvo.buschauer@bluewin.ch, www.museumsverein-appenzeller-bahnen.ch